Megathrust-Erdbeben der Stärke 7,6 erschüttert Nord-Sulawesi, Tsunami-Warnung ausgerufen

Ein starkes Erdbeben der Magnitude 7,6 erschütterte Nord-Sulawesi (Sulut), Indonesien am Donnerstag, 2. April 2026 um 05:48 WIB. Das Epizentrum lag bei den Koordinaten 1,25°N Breite und 126,27°O Länge in einer Tiefe von 62 km.
Die indonesische meteorologische Behörde BMKG klassifizierte dieses Beben als Megathrust-Erdbeben — die stärkste Art, die in tektonischen Subduktionszonen vorkommt. Megathrust-Beben entstehen, wenn ozeanische Platten unter kontinentale Platten schieben und dabei enorme Energie speichern, die verheerende Tsunamis auslösen kann.
„Dies ist ein flaches Erdbeben der Kategorie Aufschiebung,“ sagte Rahmat Riyono, Direktor für Erdbeben- und Tsunami-Informationen bei der BMKG. „Aufschiebungsbeben haben ein sehr hohes Tsunami-Potenzial im Vergleich zu horizontalen Mechanismen.“
Die stellvertretende BMKG-Direktorin für Geophysik, Nelly Florida Riama, nannte drei am stärksten betroffene Provinzen:
- Nord-Sulawesi (Sulut) — Epizentrum
- Nord-Molukken (Malut) — Auf der Maluku-Meer-Subduktionsseite
- Gorontalo — Nord-Sulawesi-Region
Die BMKG gab sofort eine frühe Tsunami-Warnung heraus. Tsunami-Wellen wurden in zwei betroffenen Gebieten registriert. Der BMKG-Chef Teuku Faisal Fathani erklärte, das Beben sei durch Krustendeformation aufgrund der Subduktionsaktivität der Molukkensee entstanden.
Mehrere Gebäude in Manado wurden beschädigt gemeldet. Die Bevölkerung in Küstengebieten von Nord-Sulawesi und den Molukken wird aufgefordert, Nachbeben und Tsunamis zu beachten. Die BMKG überwacht weiterhin die seismische Aktivität in der Region.